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Ist Bleaching schädlich? Wir klären auf!

Was bedeutet Bleaching?

Das Wort „Bleaching“ kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Bleichen“. Dies ist jedoch nicht ganz zutreffend, denn beim sogenannten „Bleaching“ werden die Zähne durch das Auftragen einer chemischen Substanz an ihrer Oberfläche verändert und somit optisch aufgehellt. Richtiger wäre es also, in diesem Kontext von einer „Zahnaufhellung“ zu sprechen.

Wie funktioniert die Zahnaufhellung?

Der Hauptwirkstoff aller aufhellenden Verfahren ist Wasserstoffperoxid, eine Substanz, die vielen von uns auch schon beim Friseur begegnet sein dürfte. Dort wird das Wasserstoffperoxid beispielsweise verwendet, um Haare zu blondieren. Carbamidperoxid ist eine ebenso beliebte Substanz, um eine Aufhellung durchzuführen. 

Das Prinzip des Zahnaufhellens ist hierbei recht simpel: Beide Substanzen vereinen das Wort „Oxid“, das wir mit dem Sauerstoff in Verbindung bringen; der aktive Sauerstoff wird im Mund freigesetzt und dringt in die oberflächliche Zahnschicht ein. Hier werden dann durch chemische Prozesse eingelagerte Farbpigmente aufgespalten und der Zahn erscheint heller. Die Wirkung ist hierbei immer von der Behandlungsdauer sowie der Behandlungsintensität abhängig. Bei sehr stark verfärbten Zähnen können daher durchaus Mehrfachbehandlungen vonnöten sein, bis das gewünschte Endergebnis erreicht wird.

Welche Methoden gibt es?

Von Methoden der eigenverantwortlichen Aufhellung mit frei verkäuflichen Substanzen soll in diesem Artikel bewusst nicht gesprochen werden. Frei verkäufliche Bleaching-Produkte sowie die meisten Aufheller-Zahnpasten sind bei übermäßigem oder eher unkontrolliertem Gebrauch durchaus schädlich. So kann der Zahnschmelz durch den übermäßigen Gebrauch von aufhellenden Produkten einen nicht zu reparierenden Schaden nehmen und den Zahn dadurch auf lange Sicht sogar noch dunkler aussehen lassen.

Deshalb sollte eine Zahnaufhellung durch einen Zahnarzt durchgeführt werden!

Zum einen garantiert Ihnen der Besuch in einer Zahnarztpraxis, dass keine Vorerkrankungen des Zahnfleisches oder der Zähne vorliegen, zum anderen verfügen Zahnarztpraxen über das hocheffiziente Material, das zu langanhaltenden und zufriedenstellenden Ergebnissen führt. Der Gesetzgeber hat dankenswerterweise allen nicht zahnärztlichen Betrieben die Verwendung von hochprozentualen Bleichmitteln untersagt; dazu gehören auch die Bleaching-Studios, die zumeist nicht von Zahnärzten betrieben werden. 

Daher sollten die Aufhellungsbehandlungen stets in Zahnarztpraxen durchgeführt werden.Wir Zahnärzte haben zwei Möglichkeiten, die Zähne kosmetisch aufzuhellen. 

Wichtig ist hierbei jedoch, dass jeder Aufhellungsmethode eine professionelle Zahnreinigung vorausgehen sollte, um die Zahnoberfläche von aufgelagerten Pigmenten und Schmutz zu befreien.

Das In-Office-Bleaching:
Beim In-Office-Bleaching, der wohl beliebtesten und auch effektivsten Methode, wird ein hochkonzentriertes Bleichmittel unter steter Aufsicht und Kontrolle auf die Zähne aufgetragen. Während der Behandlung wird das angrenzende Zahnfleisch mit einem speziellen Schutz abgedeckt, Lippen und Zunge werden durch einen Halter vom Behandlungsgebiet ferngehalten. Durch eine UV-Lampe kann die Wirkung des Gels noch zusätzlich verstärkt werden. Anschließend beurteilen Zahnarzt und Patient gemeinsam, ob das Ergebnis ausreichend ist oder der Vorgang nochmals durchgeführt werden soll.
Das Home-Bleaching
Das Home-Bleaching findet außerhalb der Zahnarztpraxis statt. Bei einem ersten Zahnarztbesuch werden Abdrücke von den Zähnen genommen und individuelle Kunststoffschienen angefertigt. Die Zähne werden ebenfalls vorab gereinigt und der Patient bekommt ein Bleaching-Gel mit nach Hause, mit dem er die Schienen befüllt und diese zu Hause stundenweise trägt. Die gesamte Behandlung kann zwischen sieben und vierzehn Tagen dauern und richtet sich nach der Ausgangsfarbe sowie dem gewünschten Endergebnis.

Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, um die Zähne erfolgreich und langanhaltend aufzuhellen?

Es sollte vorher immer eine medizinische Untersuchung der aufzuhellenden Zähne erfolgen. Hierbei muss der Gesundheitszustand der Zähne genauestens untersucht und die Art der Verfärbungen bestimmt werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen externen und internen Verfärbungen:
Externe Verfärbungen:
Zur Entfernung solcher oberflächlichen Pigmente reicht im anfänglichen Stadium die professionelle Zahnreinigung. Hierbei werden durch einen sanften Pulverstrahl die externen Verfärbungen schonend entfernt und die Oberfläche poliert. Die regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen sorgen darüber hinaus dafür, dass es nicht mehr so schnell zu einer so flächendeckenden Auflagerung sowie zu einem dunklen Gesamtbild der Zähne kommen kann.
Interne Verfärbungen:

Handelt es sich jedoch um interne Verfärbungen, wie sie unter anderem durch Unfälle, Medikamente oder auch Wurzelkanalbehandlungen entstehen können, reicht die professionelle Zahnreinigung nicht aus, um den Zähnen ein helleres Erscheinungsbild zu verleihen. Auch die normalen Alterungsprozesse der Zähne führen zu einer optischen Abdunkelung. Dies ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich: So hat ein Knirscher deutlich dunklere Zähne als ein Patient, der sich nicht durchs Leben beißt. Pauschale Aussagen zu treffen ist daher sehr schwierig.

Die Sauerstoffverbindungen werden also durch den Prozess der Zahnaufhellung in die verfärbte Zahnoberfläche eingebracht und die Farbpigmente aufgespalten. Diese lösen sich dann aus dem Zahn, der dadurch deutlich heller erscheint.

Ist das Bleaching schädlich? Gibt es Nebenwirkungen?

Eine fachgerechte Bleaching- bzw. Aufhellungsbehandlung kann jedoch das Risiko von Zahnschäden durchaus minimieren. Allerdings können Nebenwirkungen nicht immer ausgeschlossen werden; die häufigsten sind eine vorübergehende Empfindlichkeit der Zähne und die Reizung der umliegenden Mundschleimhäute.
Wirklichen Schaden tragen die Zähne hierdurch aber nicht.

Wie bereits erwähnt, ist es aus unserer Sicht eher schädlich, die Zahnsubstanz mit Hausmittelchen wie Backpulver und Zitrone oder den stark schmirgelnden Zahnpasten zu behandeln. Und glauben Sie uns, die tägliche Erfahrung zeigt es: Die Menschen kommen auf die verrücktesten Ideen, wenn sie ihre Zähne heller erscheinen lassen wollen.

Ein Schutz gegen langfristige Nebenwirkungen wie einen Härteverlust der Oberfläche ist jedoch die Fluoridierung des Zahnschmelzes. Die Bleaching-Behandlung in unserer Praxis endet mit der Übergabe eines „Goodie-Bags“ und einer speziellen Zahnpasta, die auf die Bedürfnisse des aufgehellten Zahns abgestimmt ist. Man munkelt: Sie schmeckt sogar sehr gut.

Was kostet die Zahnaufhellung?

Die Kosten für eine Zahnaufhellung variieren sehr stark und sind auch immer von der Ausgangssituation abhängig. Im Allgemeinen lässt sich jedoch festhalten, dass die Kosten für eine kosmetische Aufhellung nicht von der gesetzlichen Krankenkasse getragen werden. Manche neueren Zusatzversicherungen beteiligen sich jedoch an den Kosten für eine solche Behandlung.

Haben Sie Interesse an einer professionellen Zahnaufhellung?

Dann machen Sie einen Termin bei uns. Unsere Experten beraten Sie gerne umfassend zu diesem Thema und machen Ihnen ein individuelles Angebot.

Und bis dahin: Bleiben Sie negativ!

Ihr Team von Wollenweber Zahnmedizin

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