02151 29775

Auf alten schienen
lernt man
knirschen.

Was nützen die schönsten Zähne, wenn Sie nicht richtig funktionieren?

Eine CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) beschreibt eine Fehlfunktion zwischen dem Kopf (lat. Cranium) und dem Unterkiefer (lat. Mandibula), wobei das Kiefergelenk als Bindeglied beider Strukturen zu verstehen ist. Während der Oberkiefer fest an der Schädelbasis befestigt ist, stellt der Unterkiefer die mobile Einheit des Kauorgans dar.

Schätzungen zufolge sind in Deutschland über sieben Millionen Menschen an den verschiedensten Folgen einer CMD erkrankt, Fachleute schätzen die Dunkelziffer der nicht oder fehldiagnostiziertem CMD-Patienten als deutlich höher ein.

Die Auswirkungen einer CMD werden von vielen Menschen unterschätzt: Während ein Großteil der Patienten lediglich ein knackendes Kiefergelenk mit einer solchen Fehlfunktion in Verbindung bringt, sind die Auswirkungen auf den Gesamtorganismus viel mannigfaltiger. Denn unser Kauorgan ist ein äußerst komplex verschaltetes System. In ihm kommt es zur Zusammenarbeit von Muskeln, Nerven, dem zentralen Nervensystem, der Wirbelsäule und sogar den inneren Organe. Funktionsstörungen des Kiefergelenks sorgen also nicht nur für Erkrankungen im Bereich der Kaumuskulatur, sondern oftmals auch zu Leiden und Beschwerden im Bereich des Halte- und Bewegungsapparats ebenso wie dem Verdauungstrakt.

Grund dafür ist oft eine nicht ideale Stellung des Unterkiefers zum Oberkiefer. Sie kann aus einer fehlerhaften Zahnstellung oder einem Zahnverlust, aber auch aus einer abgesunkenen Bissebene resultieren. Durch das Kauen und Schlucken wird der Unterkiefer dann in eine Zwangsposition gebracht, welche die umliegenden Gewebe (Muskulatur und Kiefergelenk) in unnatürlicher Art und Weise beansprucht und überlastet. Kommt es in einer solche pathologischen Position zu übermäßigem Zahnkontakt, wie es bei nächtlichem Zähneknirschen und -Pressen (Bruxismus) der Fall ist, wird diese Fehl- und Überbelastung noch verstärkt und kann sich in der Folge auch auf die Strukturen des Bewegungsapparats übertragen.

Die Symptome einer CMD im Bereich des Kausystems
Die Symptome einer CMD außerhalb des Kausystems:
Wie wird eine CMD diagnostiziert?

Da die Ausprägungen und Symptome der CMD sehr multifaktoriell aussehen, können wir Zahnärzte zumeist nur dentale Störstellen im Kausystem erkennen und interpretieren. Darüber hinaus untersuchen wir die Spannung (Tonus) innerhalb der Kaumuskulatur und die Bewegungen bzw. die Beweglichkeit des Unterkiefers, um Rückschlüsse auf die Ursache der CMD schließen zu können.

Grundsätzlich stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung, um eine Diagnose zu stellen. Dabei unterscheiden wir zwischen manuellen und instrumentellen Untersuchungen. Beide Methoden sind sehr zielführend und gewährleisten eine sichere Diagnose, auf deren Basis die Therapie individuell zugeschnitten werden kann.

Wie wird eine CMD therapiert?

Wird eine dentale Störstelle gefunden, wird diese zunächst temporär mit einer Schiene eliminiert. Die Schienengestaltung wird so gewählt, dass während der Tragedauer der Schiene eine ausbalancierte Unterkieferposition eingenommen werden kann (Positionierungsschiene). Ist die eher ein übermäßiger Kaudruck, wie es bei nächtlichem Zähneknirschen bzw. -pressen der Fall ist, wird ebenfalls zunächst mit einer entsprechenden Aufbissschiene therapiert. Diese Schiene sperrt die Bisslage in definierter Höhe. Dadurch erreichen wir einen stabileren Aufbiss und verringern gleichzeitig die Muskelspannung in den Kieferschlussmuskeln (Relaxierungsschiene).

Grundsätzlich ist eine Schiene bei einer CMD-Therapie die erste Wahl. Sie durchbricht den muskulären Reflexbogen und stabilisiert den Biss. Allein dadurch kommt es zu einer spontanen Linderung der akuten Beschwerden. Allerdings bekämpft eine Schiene lediglich die Symptome. Die Ursache für die Kieferfehlstellung bzw. für das übermäßige Knirschen wird nicht behoben. Daher arbeiten für eine geeignete CMD-Therapie immer häufiger Ärzte ganz unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen zusammen.

Wir sind eine CMD-Fachpraxis

Dr. Nina Wollenweber ist eine ausgewiesene Expertin auf den Gebieten der Kiefergelenkserkrankungen und CMD-Therapie. Seit 2012 arbeitet sie speziell im Bereich der Schienentherapien. Sie war wissenschaftliche Assistentin der Fachabteilung für Prothetik der Uniklinik Düsseldorf, widmete sich dort der Lehre der Kiefergelenkserkrankungen und lernte von einem der funktionsdiagnostisch tätigen Zahnarzt in Nordrhein-Westfalen. Durch stetige Fortbildungen und einen mittlerweile deutschlandweiten Expertenkreis steht Dr. Nina Wollenweber zudem im permanenten fachlichen Austausch mit anderen Meinungsführern innerhalb der funktionellen Kiefergelenkstherapie.

Seit 2019 absolviert Dr. Nina Wollenweber zudem einen postgradualen Masterstudiengang zum Thema „Craniomandibuläre und muskuloskelettale Medizin“ an der Universität Innsbruck und erarbeitet mit einer Reihe namhafter Dozenten und Lehrkräfte interdisziplinäre Therapieansätze im Bereich der craniomandibulären Dysfunktion.

Wie sieht die Kiefergelenkstherapie bei Wollenweber Zahnmedizin aus?

CMD spielt sich nicht nur auf knöcherner oder muskulärer Ebene ab, sie ist ein Zusammenspiel aus Psyche und Körper. Um Ihnen bei Ihren Beschwerden wirklich helfen zu können, begegnet Ihnen Dr. Nina Wollenweber nicht nur als Arzt, sondern vor allem als Mensch. Sie richtet ihr Augenmerk nicht allein auf das Gelenk, sondern setzt auf einen durchweg ganzheitlichen Therapieansatz.

Der erste Besuch

Die CMD-Therapie ist wie viele andere moderne Therapien nicht Gegenstand der gesetzlichen Krankenkasse. Der erste Termin ist für Sie als Patient jedoch garantiert kostenfrei! Im Rahmen dessen wird zunächst ein CMD-Kurzbefund erhoben. Dabei werden gezielt die Mundöffnung, die Bewegungsfreiheit und Stellung Ihrer Kiefergelenke, Ihr Zahnstatus sowie Ihre Muskulatur untersucht. Sollte sich aufgrund der ermittelten Befunde die Verdachtsdiagnose CMD bestätigen, besprechen wir diese Befunde zunächst mit Ihnen. Dabei erklären wir Ihnen das Beschwerdebild der CMD auch für einen „Nicht-Zahnarzt“ verständlich, sodass Sie eine fundierte Entscheidung darüber treffen können, ob Sie die weitere Therapie für sinnvoll empfinden oder nicht.

Während des ersten Termins kann man in den meisten Fällen schon die Tragweite der Therapie abschätzen: Bleibt es bei einer reinen Relaxierungsschiene, die nur in der Nacht getragen wird, oder sind die dentalen Störstellen so ausgeprägt, dass sie nur über eine Positionierungsschiene mit späterer prothetischer und/oder kieferorthopädischer Veränderung der Zähne therapiert werden kann?

Dr. Nina Wollenweber erklärt Ihnen kleinschrittig die aus Ihrer Sicht notwendigen Maßnahmen. Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, können Sie natürlich jederzeit in die Praxis kommen oder Sie nutzen der Einfachheit halber unsere Videosprechstunde.

Der zweite Besuch

Während des zweiten Besuchs wird auf der Basis der ersten Vorstellung in unserer Praxis eine weiterführende Diagnostik durchgeführt. Anhand einer orthopädischen Untersuchung ermitteln wir die Auswirkungen der Fehlfunktionen auf Ihren gesamten Bewegungsapparat. So können wir in vielen Fällen bereits nach einer kurzen Behandlung der Kaumuskulatur eine Besserung herbeiführen.

Im Folgenden registrieren wir dann Ihre Bisslage zur Herstellung einer individuell angepassten Aufbissschiene. Bei sehr starken akuten Beschwerden, können wir Ihre Beschwerden ebenfalls durch traditionelle Ohrakkupunktur bis zur Fertigstellung der Schiene lindern.

Wir verwenden nicht standardmäßig die instrumentelle Funktionsanalyse (Axiographie). Zumeist sind die Fehlfunktionen rein muskulär (myogen) bedingt. Daher verzichten wir in diesen Fällen auf eine teure elektronische Diagnostik der Kiefergelenksbahnen und -bewegung. Sollte es jedoch zur Anfertigung einer Positionierungsschiene mit späterer prothetischer Versorgung kommen, sind die Schritte meist medizinisch sehr sinnvoll.

Der dritte Besuch

In der Regel können wir Ihnen beim dritten Besuch in der Praxis Ihre Schiene anpassen. Je nach Indikation fertigen wir mithilfe unseres Fachlabors Ober- oder Unterkieferschienen an. Eine Linderung der Beschwerden sollte bereits in den ersten Tagen nach Eingliederung der Schiene erfolgen. Engmaschige Kontrollen der Schienen sind daher nötig.

Sie tragen eine Aufbissschiene und sind nicht zufrieden? Oder vermuten Sie eine CMD? Machen Sie einen Termin bei uns oder besuchen Sie uns in der Videosprechstunde, wir beraten Sie gerne zu diesem Thema.

IHRE PERSÖNLICHE KIEFERGELENKSTHERAPIE BEI WOLLENWEBER ZAHNMEDIZIN

Wir bei Wollenweber Zahnmedizin habe alle erdenklichen Möglichkeiten, Ihrer CMD auf den Grund zu gehen. Unser interdisziplinäres Netzwerk aus Physiotherapeuten, Osteopathen, Radiologen, Psychotherapeuten, Orthopäden und Manualmedizinern erlaubt uns eine übergreifende Therapie von Kiefergelenkserkrankungen und CMD.

Wir haben die Möglichkeit, über unser dreidimensionales Röntgengerät genaue Bestimmungen der knöchernen Kiefergelenksanatomie durchzuführen. Zudem können wir – wenn nötig – durch unser Axiographie-Gerät (ZEBRIS ®) exakte Bissrekonstruktionen ebenso wie Analysen der Kiefergelenks-Bewegungsbahnen durchführen. Natürlich sind wir ebenso in der Lage, uns altbewährter Methoden zu bedienen. Wir therapieren jeden Patienten individuell, um den persönlichen Leidensdruck bestmöglich zu lindern.

Eine erfolgreiche und nachhaltige CMD-Therapie ist immer die Zusammenarbeit von Experten. Ein Zahnarzt allein reicht in der Regel nicht aus, um die Symptome der CMD zu lindern.

Sprechzeiten

MO

8:00 - 13:00

14:00 - 19:00

DI

8:00 - 13:00

14:00 - 19:00

MI

8:00 - 13:00

14:00 - 17:00

DO

8:00 - 13:00

14:00 - 19:00

FR

8:00 - 13:00